Von A-Z
A
A wie Art/Kunst: Ein Tattoo ist nicht einfach irgendein Bild. Es ist ein ausgesuchtes Kunstwerk, dass dich dein Leben lang begleiten wird. Um als Tätowierer Kunstwerke zu schaffen, bedarf es jahrelanger Übung und deshalb solltest du mal einen Blick in Richy's Pokalgalerie (unter Award) werfen. Bei uns wird dein Tattoo von einem Künstler aufgetragen, der schon bei allen wichtigen Konventions Preise gewonnen hat.
B
B steht für Body/Körper: Nur du bestimmst über deinen Körper. Mache
dir bewusst, dass das Tattoo für immer ein Teil deines Körpers sein
wird, und erst wenn du dir dieser Entscheidung sicher bist, kannst du
damit beginnen nach einem geeigneten Design zu suchen..
C
C steht für Choices/Auswahl: Lass
deine Gedanken frei und dein Innerstes sich in die Phantasie erheben,
denn (fast) alles ist möglich. Unter Designs bieten wir dir zwar eine
Auswahl aus verschiedenen Stilrichtungen an, ob eines davon jedoch zu
dir passt, musst du zunächst einmal selbst entscheiden. Gerne kannst du
bei uns auch einen unverbindlichen - und natürlich kostenlosen -
Beratungstermin vereinbaren um weitere Designs anzusehen oder deine
eigenen Tattoo-Vorstellungen zu Papier zu bringen. Ruf einfach an unter 06031/791897
D
D steht für Design: Die Qual der
Wahl ist das richtige Design zu finden. Wie jede endgültige
Entscheidung muss dieser Schritt gut bedacht werden, denn ein Tattoo,
das heute noch voll im Trend liegt und deinen Freunden äußerst witzig
erscheint, kann dir vielleicht schon in wenigen Jahren mehr als
peinlich sein. Außerdem gilt: Was bei einem anderen super aussieht,
wirkt bei dir möglicherweise ganz anders . Wir helfen dir gerne eine
engere Auswahl zu treffen, aber die endgültige Entscheidung liegt ganz
allein bei dir.
E
E steht für Exzellent: Gib dich nicht mit weniger zufrieden. Nimm
dir Zeit deinen Tätowierer kennenzulernen und dich vor Ort beraten zu
lassen. Wenn dich der Laden und der Tätowierer nicht überzeugen,
vergiss es und versuch es woanders.C steht für Choices/Auswahl: Lass
deine Gedanken frei und dein Innerstes sich in die Phantasie erheben,
denn (fast) alles ist möglich. Unter Designs bieten wir dir zwar eine
Auswahl aus verschiedenen Stilrichtungen an, ob eines davon jedoch zu
dir passt, musst du zunächst einmal selbst entscheiden. Gerne kannst du
bei uns auch einen unverbindlichen - und natürlich kostenlosen -
Beratungstermin vereinbaren um weitere Designs anzusehen oder deine
eigenen Tattoo-Vorstellungen zu Papier zu bringen. Ruf einfach an unter 06031/791897
F
F steht für Finanzen: Gute Tattoos sind nicht billig und billige Tattoos sind leider nicht immer gut. Ein Tattoo ist eine einmalige Investition in dein Aussehen, an der du dein Leben lang Freude haben solltest. Wenn du gerade knapp bei Kasse bist, nimm dir die Zeit darauf zu sparen. Es wird deinen Entschluss stärken und dich in deiner Entscheidung noch sicherer machen. Leider gibt es schon viel zu viele, die sich jahrelang über ein billiges Tattoo ärgern.
G
G steht für Getting it done/ Es wird ernst: Nach der Wahl des Motivs kommt nun das Wichtigste, nämlich die Wahl des Tätowierers. Schau dir die Arbeiten des Künstlers in den Fotoalben an, so kannst du selbst leicht entscheiden ob es sich um wunderschöne Kunstwerke oder mittelmäßige Bilder handelt. Frage auch andere Tätowierte, wo sie ihr Tattoo machen ließen. Vor allem: Sprich mit deinem Tätowierer und überlasse dich ihm nur, wenn du spürst, dass er deine Wünsche versteht und sie respektieren wird. F steht für Finanzen: Gute Tattoos sind nicht billig und billige Tattoos sind leider nicht immer gut. Ein Tattoo ist eine einmalige Investition in dein Aussehen, an der du dein Leben lang Freude haben solltest. Wenn du gerade knapp bei Kasse bist, nimm dir die Zeit darauf zu sparen. Es wird deinen Entschluss stärken und dich in deiner Entscheidung noch sicherer machen. Leider gibt es schon viel zu viele, die sich jahrelang über ein billiges Tattoo ärgern.
H
H steht für How/ Wie: Um sich zu informieren, wie so eine Tätowierung eigentlich entsteht, und was dabei zu beachten ist findet Ihr unter "Technik" auf dieser Seite.
I
I steht für Information: Wer blindlings zum Tätowierer an der Ecke rennt und sich irgendein Tattoo verpassen lässt, ist selber schuld. Für eine langfristige Entscheidung sollte man sich Zeit lassen und sich vor allen Dingen gründlich informieren. Neben zahlreichen Web-Seiten stehen auch Hautärzte und natürlich die Tätowierer selbst für Beratungsgespräche zur Verfügung.
J
J steht für Junk/ Pfusch: Dein Kumpel, der immer eine eins in Kunst hatte, bietet dir an, dich mit seiner gebraucht gekauften Ausrüstung besonders preisgünstig zu tätowieren.. Herzlichen Glückwunsch! Vergiss aber nicht, das so gesparte Geld zur Seite zu legen, denn du wirst es bald für ein Cover up oder eine Laserbehandlung brauchen.
K
K steht für Körperschmuck: Lass dir dein Motiv niemals von einem anderen einreden, denn jedes Tattoo ist auch einen Teil deiner Seele. Es ist ein kostbarer Körperschmuck, welches ein Stück deiner selbst sein wird und sollte deshalb individuell gestaltet und tätowiert werden.
L
L steht für Love/Liebe: Oft verblasst die Liebe schneller als die Farbe auf deinem Körper, deshalb sollten persönliche Liebesbeschwörungen als Tattoo tabu sein.
M
M steht für Marks/Kennzeichnung: Wenn du zum Beispiel ein keltisches Zeichen oder einen chinesischen Buchstaben als Motiv wählen möchtest, informiere dich vorher unbedingt über dessen Bedeutung und frage dich ernsthaft ob du wirklich dauerhaft Träger dieser Botschaft sein möchtest.
N
N steht für Nachstechen: Was das ist und wann man es braucht, wie, wo warum und mehr ... findest du unter "Ablauf" auf dieser Seite.
O
O steht für "Ooops / Ohje": Hast du bereits ein ungeeignetes oder misslungenes Tattoo, dass du nicht länger (er)tragen kannst/willst? Verzweifle nicht, es gibt Möglichkeiten zur Abdeckung, das sogenannte Cover up. Dank neuester Technik gibt es bei uns jetzt auch die schmerzarme Tattoo-Entfernung.
P
P seht für Pain/Schmerz. Das Schmerzempfinden ist bei jedem Menschen verschieden. Fakt ist, dass Tätowieren an knochennahen Stellen (Schulter, Brustbein etc.) schmerzhafter ist als an Stellen mit reichlich Fett-oder Muskelgewebe. (Oberarme, Hintern u.s.w.). Auch sind alle dem Körper zugewandten Hautflächen empfindlicher, da sie meist eine sehr hohe Nervenversorgung vorweisen . Mehr über den Schmerz beim Tätowieren findest du unter "Ablauf" auf dieser Seite.
Q
Q steht für Questions/Fragen: Webseiten, Bücher und andere Materialien beantworten nicht immer alle Fragen und können deshalb auch nicht das persönliche Gespräch mit deinem Tätowierer ersetzen. Vergiss aber nicht, vorher einen Termin zu vereinbaren, damit er dir auch seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und dich individuell beraten kann.
R
R steht für Rules/Regeln: Dein Tätowierer kennt alle Regeln des guten Tätowierens, deshalb solltest du seinen Rat ernst nehmen, wenn er dir zu einer anderen Größe, einer anderen Farbe oder einer anderen Körperstelle für dein Tattoo rät. Er wird sein Bestes tun um deinen Körperschmuck in einem Kunstwerk zu vollenden, denn schließlich wirst du mit deinem Tattoo ein Leben lang für ihn werben.
S
S steht für Sterile/Hygiene: In einem professionellen Tattoo-Studio wird zur Vermeidung von Infektionen steril gearbeitet. Mehr darüber findest du unter "Hygiene" auf dieser Seite.
T
T steht für Taking care/ Nachbehandlung: Damit der Heilungsprozess nicht verzögert wird und die Farbe nicht verblasst sind nach deinem Besuch beim Tätowierer einige Regeln zu beachten. Mehr darüber findest du unter "Ablauf" auf dieser Seite.
U
U steht für Unusual/Ungewöhnlich: Ein Tattoo ist für viele immer noch ein ungewöhnlicher Körperschmuck, deshalb solltest du sorgfältig wählen, ob du dein Tattoo an einer leicht oder schwer zu verdeckenden Körperstelle stechen lässt. Bedenke, dass ein Tattoo auch berufliche Konsequenzen nach sich ziehen kann, denn Vorurteile gegen Tätowierte sind immer noch weiter verbreitet als du vielleicht glaubst. Warum das so ist, kannst du unter "Geschichte des Tätowierens" auf dieser Seite nachlesen.
V
V steht für Variety/ Vielfalt: Neben der großen Vielfalt an Vorschlägen kannst du auch dein eigenes Tattoo entwerfen. Bedenke aber in jedem Fall, dass du es länger als die derzeit herrschende Mode tragen wirst. Was heute trendy ist kann moren schon megaout sein.
W
W steht für why/warum: Bevor Du Dich tätowieren läßt, denke darüber nach, warum Du ein Tattoo möchtest. Ist es gerade in Mode oder hat deine Freundin/dein Freund dich überredet? Hast du gerade eine Wette verloren oder willst du nur mal deine Kumpels schocken?? Dann vergiss es! Du bist noch nicht reif dafür!
X
X steht für examine your options/ Prüfe dich sorgfältig : Wenn du alle unsere Denkanstöße sorgfältig überdacht hast und immer noch ein Tattoo willst: Herzlichen Glückwunsch!! Wir freuen uns auf deinen Besuch und werden alles tun, um für dich ein individuelles Kunstwerk zu schaffen, an dem du dein Leben lang Freude haben wirst. Also bis bald.
Fremdwörterlexikon
Awards
Tätowierer bei Wettbewerben gewinnen kann.
Blackwork
Ein Tattoo, das nicht farbig ist. Bei Blackwork werden ausschließlich Schwarz- und Grautöne benutzt.
Blowout
Wenn eine Tätowierung nicht gut gestochen wird, kann die Farbe in den Hautschichten verlaufen. Dadurch entstehen unschöne Schatten rund um die Tätowierung, die als Blowouts bezeichnet werden. Deshalb sollte man bei der Wahl des Tätowierers unbedingt vorher einiger seiner Werke gesehen haben.
Bodysuit
kommt aus dem englischen und bedeutet etwa:'Körperanzug'. Hierbei handelt es sich um Ganzkörpertätowierungen, bei denen nur Kopf, Hals, Hände und Füße ausgelassen werden.Ihren Ursprung haben Bodysuits in Japan.
Branding
Hierbei wird Metall zu einem Muster gebogen, erhitzt und das Motiv so auf die Haut gebrannt. Die verbleibende Narbe ist das Schmuck-Branding.
Contest
Contests sind Wettbewerbe, bei denen Tätowierer sich mit anderen messen.Die Wettbewerbe sind in verschiedene Gruppen aufgeteilt wie zum Beispiel: Blackworks, Rückentatoos, Tribals oder ähnliches.
Convention
Conventions sind Messen für Tätowierer und Tätowierte. In erster Linie ist es eine Zusammenkunft der Tatoo-Szene. Neben den Ausstellungen der Tätowierer findet meist ein Contest als Rahmenprogramm statt.
Cover Up
Wer ein altes ungeliebtes Tatoo hat, kann isch für eine Entfernung mit neuester Technikentscheiden oder ein Cover Up machen lassen. Beim Cover-Up wird ein altes Tatoo überstochen. Beispiele findet ihr in der Galerie unter Cover Up
Custom Tattoo
Custom kommt aus dem englischen und bedeutet:Kunde. Ein Custom-Tatoo ist ein Tatoo, welches extra für einen Kunden angefertigt wurde. Auch bei Richy gibt's Custom-Tatoos, aber Einzigartigkeit hat bekanntlich seinen Preis. Wer trotzdem Interesse hat, kann unverbindlich einen Termin vereinbaren und seine Vorstellungen preisgeben.
Dermabrasio
Abschleifen der Haut um ein Tattoo zu entfernen. Heutzutage gibt es für die Tattoo-Enfernung Gott sei Dank bessere und schmerzfreiere Methoden
Fall Out
Wird eine Tätowierung zu flach in die Haut gestochen, kann die Farbe nach einiger Zeit mit den abschuppenden Hornzellen verloren gehen. Das Tatoo verblasst oder verschwindet ganz. Näheres auch unter Technik
Fineline
Wer ein besonders detailreiches Tattoo möchte, entscheidet sich für eine Tätowiertechnik, die nur mit einer Nadel gestochen wird: das Fineline. Die Frage ob eine derartige Präzisionsarbeit durch das Altern der Haut in Laufe der Zeit an Qualität verliert, bleibt weiterhin offen.
Flash
Tattoo-Vorlagen, aus denen der Kunde sein Motiv wählt.
Inken
Ink (engl.) = Farbe. Inken ist ein anderer Begriff für Tätowieren.
Irezumi
entstand aus Protest gegen bestimmte Kleidervorschtriften in Japan. Es bezeichnet ein japanisches Ganzkörpertattoo, welches den Zweck vefolgte gegen den Erlass des Verbotes eines bestimmten Kimonos zu demonstrieren.
Jungfrau
Jemand, der nicht tätowiert ist.
Mehndi
Die indische Kunst der Henna-Tätowierung. Zuerst war diese Art der Bemalung nur ein Privileg der sozial höher Gestellten, doch schon bald fand man Henna-Tattoos in der gesamten Bevölkerungsschicht.
New School
Tätowierstil, der wie bei Old School (oder Old Style) durch fette Outlines und kräftige Farben geprägt ist. New School bezieht sich jedoch vorwiegend auf neue, meist sehr ausgefallenene Motive.
Old Style / auch Old School
Traditioneller Tätowierstil mit herkömmlichen Motiven, wie New School mit fetten Outlines und kräftigen Farben.
Outlines
Die Umrisse des Motivs. Sie werden mit einem Spezialpapier auf die Haut aufgetragen und dann zuerst gestochen. Erst dann wird das Motiv mit Farbe ausgefüllt.
Sacrification
Bei dieser Art des Hautschmucks wird mit dem Skalpell ein Muster in die Haut geschnitten um Narben zu erzeugen. Diese Narben sind der Hautschmuck.
Piker
Pike (engl=Spieß) ist ein anderer Name für Tätowierer.
Removal
Entfernung von ungeliebten Tatoos. Mehr darüber siehe auch unter Removal
Scratcher
Negativer Begriff für Tätowierer.
Tribal
Tribals waren ursprünglich Stammeszeichen. Genaue Überlieferungen sind schwer zu verfolgen, offensichtlich hatten Tribals bei verschiedenen Völkern auch verschiedene Bedeutungen. So konnten sie zum Beispiel eine Gewähr für den glücklichen Weg ins Jenseits sein, manchen Stämmen dienten sie als Stammesidentifizierung, andere wiederum tätowierten sich nach wichtigen Ereignissen, wie zum Beispiel die Geburt eines Kindes, mit einem Tribal.
Ablauf des Tätowierens
1. Die endgültige Entscheidung
Prüfe dich sorgfältig, bevor du dich tätowieren lässt. Ein gutes Tattoo hält ein Leben lang und ist nur sehr schwer wieder zu entfernen. Lass dich niemals aus einer Laune heraus tätowieren sondern warte, bis du dir den Körperschmuck aus deiner innersten Überzeugung wünscht.
2. Die Auswahl des Tattoo-Studios
Man benötigt (leider) keinen Nachweis um ein Tattoo-Studio zu eröffnen, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch viele Pfuscher am Werk sind um der schnellen Mark, wollte sagen dem schnellen Euro, hinterher zu jagen.
Doch wie wählt man dann seinen bevorzugten Tätowierer? Es gibt hier mehrere Möglichkeiten:
Frage einen Tätowierten, der ein besonders schönes Tattoo trägt, wo er es stechen ließ. Das ist die beste Werbung.
- Schau dir die Fotomappen des Tätowierers an, denn dort kannst du schon vieles über sein Können herausfinden. Wenn die Bilder nicht deiner gewünschten Qualität entsprechen, geh woanders hin.
- Vereinbare einen Termin zu einem persönlichen Gespräch. Ein guter Tätowierer berät aber überredet nicht. Er hilft dir bei der Auswahl, trifft aber nicht die Entscheidung welches Tattoo zu dir am besten passt, denn dafür kennt er dich gar nicht lange genug. Nur wenn du das Gefühl hast, dass er deine Wünsche versteht und respektiert, solltest du ihn in die engere Wahl ziehen.
- Schau auf jeden Fall persönlich im Studio vorbei und lass die Finger von Hinterzimmern oder Garagen-Studios.
- Eine erfolgreiche Teilnahme an Conventions (Wettbewerben) ist eine Bestätigung, dass sich dein Tätowierer ernsthaft mit der Materie befasst hat und den Vergleich mit Kollegen nicht scheut. Ein guter Tätowierer ist mit Sicherheit bereit, dir einige seiner Meisterstücke zu zeigen.
- Frage alles, was dir unklar ist und erwarte eine ausreichende Antwort. Dies setzt jedoch voraus, dass du vorher einen Termin vereinbart hast, damit der Tätowierer dir seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken kann.
- Ärgere dich nicht, wenn du zu deinem Tätowier-Termin längere Wartezeiten in Kauf nehmen musst. Eine starke Frequentierung des Studios ist fast immer eine Folge vieler zufriedener Kunden und zudem vermeidet es spontane Entscheidungen, die man hinterher sowieso bereuen würde.
3. Auswahl des Designs
Gerade hat man die schwere Entscheidung für ein Studio gefällt, geht es schon wieder los. Unerschöpflich viele Motive machen die Wahl nicht gerade leichter. Hier ein paar Tipps, die dir vielleicht helfen könnten:
- Lass dir Zeit!! Ein paar Wochen oder Monate des Nachdenkens, Auswählens und des Sicher seins sind nichts gegen 30 oder 50 Jahre Körperschmuck. Wenn du ein Motiv gewählt hast, gib dir selber eine Wartezeit und schau dir das Motiv dann erneut an. Bist du dann immer noch sicher, könnte es die richtige Wahl sein.
- Lass dich niemals von einem Außenstehenden zu einem Motiv überreden, auch nicht von deinem Tätowierer. Höre jedoch gut zu, wenn er dir aus technischen Gründen zu einer anderen Farbe, einer anderen Größe oder einem anderen Körperteil rät und übderdenke dann deine Entscheidung eventuell noch einmal.
- Ein Tattoo ist ein Teil deiner Seele und die kennt niemand so gut wie du selbst. Suche ein Motiv, mit dem du dich auch noch in 20 Jahren identifizieren kannst. Ein Tattoo ist auch eine Verantwortung.
- Entscheide dich niemals für ein Motiv, weil es gerade in Mode ist. Bei unserer schnellebigen Zeit ist es vielleicht nächstes Jahr schon megaout und wer will dann schon noch damit rumlaufen??
- Lass dich niemals tätowieren um Freunde zu schocken oder deine/n Liebste/n zu beeindrucken. Ein Tattoo ist ein ganz persönliches Juwel, dass du nur aus innerster Überzeugung machen lassen solltest.
- Überlege, welche (beruflichen) Nachteile ein Tattoo an einer schwer verdeckbaren Stelle haben kann. Unterschätze die Vorurteile deiner Mitmenschen nicht. Mehr darüber kannst du unter Geschichte des Tätowierens nachlesen.
- Lass die Finger vom Namen deiner/deines Liebsten, denn in einigen Jahren wird es in deinem Leben vielleicht jemanden geben, der einen fremden Namen auf deiner Haut nicht so gelungen findet.
- Wenn du dich für einen chinesischen Buchstaben, ein keltisches Zeichen oder ein anderes bedeutungsvolles Motiv entscheidest, informiere dich vorher über dessen Bedeutung. Mit deiner Tätowierung bist du auch zeitlebens Träger dieser Botschaft.
- Geh nicht nur nach dem Preis. Ein Tattoo ist eine Investition fürs Leben und ein bißchen mehr für einen wirklich gutes Tattoo lohnt sich auf jeden Fall. Schließlich will man sich nicht jahrzehntelang wegen ein paar eingesparter Euros über ein mittelmäßiges Tattoo ärgern.
4. Das Stechen (auch Tätowieren genannt)
Zunächst fertigt der Tätowierer mit einer speziellen Farbe die Umrisse des Motivs an, um sie auf die Haut aufzutragen. Dann erst beginnt das eigentliche Tätowieren. Professionelle Tätowierer benutzen dafür eine Tätowiermaschine, an der vibrierende Nadeln gleichmäßigen Druck und gleichmäßige Farbauftragung gewährleisten. Natürlich werden die Nadeln und Griffstücke vorher sterilisiert, um Infektionskrankheiten zu vermeiden. Mehr darüber findest du unter Hygienische Grundregeln. Man unterscheidet bei der Tätowierung zwischen Konturen und Flächen. Konturen werden meist mit drei Nadeln, Flächen mit bis zu 14 Nadeln gestochen.
Den Schmerz zu beschreiben ist schwierig, denn jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Generell kann man sagen, dass Hautaußenseiten weniger schmerzen als dem Körper zugewandte Hautpartien. Zudem ist das Tätowieren an knochennahen Stellen wie Schulter oder Brustbein weitaus unangenehmer als in Körperzonen, die über mehr Muskeln oder Fettpolster verfügen (Wade, Hintern, Oberarm) .Und an den ganz empfindlichen Stellen wie Brustwarzen oder im Genitalbereich...na, das kann sich ja jeder denken.
Viele Kunden beschreiben den Schmerz eher als ein leichtes Brennen und sagen hinterher, dass sie es sich viel schlimmer vorgestellt hätten. Zudem würden sich wohl kaum so viele Menschen mehrfach tätowieren lassen, wenn sie den Schmerz nicht ertragen wollten/könnten.
Wohin stechen aber nun die vielen Nadeln? Die Nadeln bringen Farbpigmente in die obere und mittlere Lederhaut (auch Korium genannt), dazu muss ca. 1,5 mm in die Haut gestochen werden. Oberflächliche Auftragung würde zu einem raschen Verblassen oder sogar zum Verschwinden (fall-out) des Tattoos führen. Zu tief darf jedoch auch nicht gestochen werden, denn sonst kommt es zu einem sogenannten Blow-up, einem Verlaufen der Farbe in der Haut. Die Haut kann dann bei Sonnenbestrahlung sogar ordentlich anschwellen.
Laienhafte Tätowierer tragen die Farbe oft mittels einer Kanüle auf, die in Farbe getaucht wird und dann in einzelnen Punkten aufgetragen wird. Hier kommt es logischerweise oft zu unterschiedlichen Stichtiefen, die über 3 mm Tiefe liegen und schwere Hautschäden verursachen können. Zudem kann ein so gestochenes Bild eben nicht mit "gestochen" scharfen Farben und Konturen brillieren und ist aufgrund der unterschiedlichen Stichtiefe auch fast unmöglich wieder zu entfernen.
5. Die Wunde
Nach dem Tätowieren wird sich deine Haut wie nach einem leichten Sonnenbrand anfühlen. Man darf niemals vergessen, dass ein Tattoo zunächst eine Wunde ist, die gepflegt werden muss. Genaue Details wird dir der Tätowierer mit auf den Weg geben.
Im allgemeinen trägt man in den ersten Tagen mehrmals täglich eine Heilcreme auf. Im normalen Heilungsprozess wird sich, wie bei jeder Hautwunde, eine Kruste bilden, die auf keinen Fall entfernt werden darf, da man sonst die Farbe mit entfernen würde!!!! Wie jede heilende Wunde ist ein Jucken meist nicht zu verhindern, aber nach ca. einer Woche sollte die Kruste abgefallen und nach einer weiteren Woche die Sache überstanden sein.
6. Nachstechen
Niemand hat unter der gesamten Tattoofläche eine völlig gleiche Hautsubstanz. So kann es passieren, dass an einer Stelle die Farbe nicht gleichmäßig aufgenommen wurde oder noch zu hell sind. Hier wird nach Ablauf der Heilungszeit noch einmal nachgestochen. Dieser Service gehört bei einem guten Tätowierer dazu und darf nichts extra kosten. Es schadet jedoch nicht, sich vorher eingehend zu erkundigen.
7. weitere Tattoos
Einige Kunden werden gleich nach dem ersten erfolgreichen Tattoo tätowierungssüchtig. Bevor du jedoch gleich wieder loslegst, solltest du einige Zeit verstreichen lassen und dem Familien- und Bekanntenkreis Gelegenheit geben, sich mit deinem veränderten Aussehen anzufreunden. Auch wenn du in Gedanken schon weitere Tattoos auf der Haut schimmern siehst solltest du die Tat erst folgen lassen, wenn auch der psychische Anpassungsprozess abgeschlossen ist, also die erste Euphorie vorbei ist und sich das "Tätowiert sein" auch im Alltag bewährt hat.
Technik
Die Konturen des ausgewählten Motivs, werden zunächst spiegelverkehrt auf Spezialpapier übertragen. Zusammen mit dem Tätowierer wird nun noch einmal die Stelle ausgewählt, an der das Schmuckstück die weiteren Jahre verbringen wird. Diese Hautpartie wird bei Bedarf rasiert und dann mit einer antiseptischen Lösung eingerieben. Das Spezialpapier wird auf die Hautpartie gedrückt und schon befindet sich die sogenannte Vorzeichnung auf deiner Haut.
Sobald die Outlines ( so nennt man die Umrisse deines Tattoos ) auf die Haut übetragen sind, hast du ein letztes mal Gelegenheit genau zu überlegen, ob dir das Tattoo genau an dieser Stelle auch gefällt. Zögere nicht mit deinem Tätowierer zu sprechen, wenn du es doch lieber an einer anderen Stelle haben möchtest.
Nun wird die Hautpartie mit Vaseline eingerieben, um sie geschmeidig zu halten und um die Lauffähigkeit der Nadeln zu erhöhen.
Bei jedem Tattoo werden zunächst die Outlines, also die Umrisse gestochen.
Wie lange es dauert ein Tattoo zu stechen, hängt vom Motiv und von der Ausdauer des Kunden ab. Kleine Tattoos können zum Beispiel in einer Sitzung von ca. 2 Stunden gestochen werden, andere besonders großflächige Tattoos benötigen mehrere Sitzungen über einen bestimmten Zeitraum.
So entsteht ein großflächiges Tattoo in mehreren Sitzungen
Was passiert beim Tätowieren?
Die Haut besteht im Wesentlichen aus drei Hautschichte. Die oberste Schicht ist die Epidermis (1), auch Oberhaut genannt. Hir werden mehrere Lagen Zellen ständig neu gebildet, sie wandern nach oben, verhornen und werden zu einer Hornschicht, die ständig abschuppt. Darunter liegt die Lederhaut (2). Sie besteht aus elastischen Fasern und miteinander verwobenen Bindegewebsbündeln in denen Blutgefäße, Schweißdrüsen, Pigmenttragene Zellen, Talgdrüsen, Haarwurzeln und Endfasern der Nervenstränge eingelagert sind. Darunter liegt das Unterhaut-Fettgewebe (3), dass ebenfalls Nervenfasern, Blut- und Lymphgefäße enthält. Nach unten hin befindet sich Fettgewebe.
Das Tatoo wird einige Zehntelmillimeter tief in die Lederhaut (2) gestochen. Hier wird auch klar, warum die Wahl eines guten Tätowierers so wichtig ist. Wird zu flach gestochen, kann die Farbe nach einiger Zeit verschwinden oder verblassen (Fall-out) da die Farbpigmente mit den abschuppenden Hornzellen verloren gehen. Wird zu tief tätowiert, kann die Farbe in der Haut verlaufen (Blow-up). Dabei kann es zu schwerwiegenden Hautschäden kommen, die z.Bsp. ein starkes Anschwellen der Haut bei Sonneneinstrahlung zur Folge haben. Manche Tattoos werden von laienhaften Tätowierern in verschiedenen Tiefen gestochen. Diese Bilder können allerdings in keinster Weie als 'gestochen' scharf bezeichnet werden. Zudem ist es dann auch fast unmöglich, eine Tatoo-Entfernung vorzunehmen. Wer sich tätowieren lassen will, sollte deshalb andere Arbeiten des ausgewählten Tätowierers genau in Augenschein nehmen.
Hygiene
Ohne Hygiene geht gar nichts.Beim Tätowieren werden Nadeln in die Haut gestochen und es kommt zwangsläufig zu großflächigen Verletzungen der Haut. Auch das Austreten von Blut und Wundwasser kann bei einer Tätowierung nicht verhindert werden. Zwar sind diese Verletzungen rein medizinisch gesehen eher unerheblich, allerdings besteht bei jedem Austritt von Körperflüssigkeiten die Gefahr dass sich darin Viren verstecken, die für die Übertragung von Gelbsucht oder HIV verantwortlich sein können. Deshalb müssen vor jedem Arbeitsbeginn frisch sterilisierte Nadeln in das Tätowiergerät eingesetzt werden. Beim Desinfizieren (zum Beispiel mit Desinfektionsmittel) werden Krankheitserreger zwar geschädigt aber nicht immer ganz vernichtet. Beim Sterilisieren hingegen werden auch die widerstandsfähigsten Formen und den Sporen der Garaus gemacht.
Übrigens wird dir ein verantwortungsvoller Tätowierer alle Fragen nach Hygiene und Sterilisation gerne beantworten. Sterilisiert werden nicht nur die Nadeln, sondern auch der Griff, die Führung und alle Teile, die nicht aus Einwegmaterialien bestehen.
Der Arbeitsraum sollte vom übrigen Raum getrennt sein und wer in diesem Bereich volle Aschenbecher, überfüllte Mülleimer oder gar alkoholische Getränke findet, sollte schleunigst das Weite suchen. Während des Tätowierens sollte der reine Arbeitsbereich ausschließlich dem Tätowierer und seinem Kunden vorbehalten sein.
Zu den Einwegprodukten gehören Rasierer, Holzspatel (mit dem die Vaseline aufgetragen wird), Einmalhandschuhe, Farbtöpfe und alle Produkte, die mit dem Kunden in Berührung kommen und nicht vorher sterilisiert wurden. Bei einem Farbwechsel müssen die Nadeln und die Griffstücke in einem Ultraschallgerät gereinigt werden. Dazu werden sie vorher in einen Plastikbecher mit destilliertem Wasser gestellt.
Übrigens gilt Hygiene nicht nur für den Tätowierer. Auch der Kunde sollte im gepflegten Zustand zu einer Tattoo-Sitzung erscheinen.
Geschichte
Die Geschichte des Tätowierens
Ob man's glaubt oder nicht, Tattoos gibt es wohl schon fast genauso lange, wie es Menschen gibt. Schon der legendäre Ötzi, mit 5200 Jahren der älteste Fund eines Menschen in der Weltgeschichte, muss laut Professor Konrad Spindler (Universität Innsbruck für Ur- und Frühgeschichte) verschiedene Tätowierungen auf der Haut getragen haben.
Wozu die über 40 Tätowierungen dienen sollten, ist bisher unklar. Es könnte sich um eine frühe Art der Akupunktur gehandelt haben, vielleicht dienten die Tätowierungen mit Holzkohle auch dazu Schmerzstellen zu markieren, damit sich "Ötzi" fernab seines Heilers selbst behandeln konnte.
In Russland fand man eine 2400 Jahre alte Frau, deren Haut - mit einer Knochennadel und Ruß - gestochene Vögel und mystische Tiere zeigte. Diese Frau, die als älteste Frau Geschichte schrieb, war vermutlich eine Kriegerin.
Bei Ausgrabungen fand man sogar 10.000 - 15.000 Jahre alte Werkzeuge, die eindeutig für eine frühe Art des Tätowierens benutzt wurden.
In verschiedenen Teilen der Erde fanden Forscher auch tätowierte Mumien, die möglicherweise wie Ötzi zu Akkupunkturzwecken tätowiert wurden.
Die Kunst des Tätowierens, die offensichtlich schon in der Frühgeschichte in verschiedenen Teilen der Welt bekannt war, wurde zu vielen unterschiedlichen Zwecken genutzt. Die Ureinwohner Englands, Schottlands und Irlands beispielsweise schockierten mit ihren kriegerischen Tattoos römische Berichterstatter, die daraufhin sogleich die Flucht ergriffen.
Um 300 nach Christi waren Tätowierungen bei Japanern reiner Körperschmuck, bereits 300 Jahre später wurde es jedoch als verpönt angesehen, vermutlich weil die Chinesen zu dieser Zeit jede Art von Tätowierung als barbarisch ansahen. Erst im späten 18. Jahrhundert ließen sich Japaner wieder tätowieren, diesmal um damit gegen den Erlass des Verbotes eines bestimmten Kimonos zu protestieren.
Tattoos nordamerikanischer Stämme drückten Stammeszugehörigkeit aus, erzählten von Heldentaten oder sollten den Gegnern einfach nur Furcht einflößen. Obwohl erst Ende des 17. Jahrhunderts entdeckt, hatten viele dieser Stämme die Tätowierkunst offensichtlich schon viele Generationen früher erlernt. Auf den Pazifikinseln dienten Tätowierungen als religiöse Symbole oder Klassen-Abstufungen. Viele Stämme setzten mit ihrem Körperschmuck auch Zeichen für einen Übergang (zum Beispiel vom Kind zum Mann) und demonstrierten damit einen Ausdruck von Reife.
Einige hofften sich mit ihren Tattoos ganz allgemein vor dem Bösen und natürlich auch vor Krankheiten zu schützen, andere sahen es als Möglichkeit, sich gezielt vor Gefahren in Sicherheit zu bringen. Eine Delfin-Tätowierung zum Beispiel sollte Haie abhalten, da sich erfahrungsgemäß beide Tierarten niemals im gleichen Gebiet aufhalten.
Aus Polynesien stammt auch das Wort Tattoo, es hieß eigentlich "tataou" und bedeutete "Wunden schlagen". Es bezeichnete auch das Geräusch, das entstand, wenn die Spitze des Tätowier-Knochens mit einem Stein in die Haut geschlagen wurde. Tätowieren wurde so aus dem Wort Tatauierung hergeleitet.
Während in der Frühzeit des Tätowierens Holzkohle in tiefe Schnitte gerieben wurde, so stellten die Polynesier bereits Farben durch Verbrennen von Samenkernen mit Vermischung von Kohle und Kokosöl her und stachen sie mit Knochenspitzen unter die Haut.
Auf dem Photo sind einige Tatooerkzeuge aus dem dänischen Tattoomuseum zu sehen.
Allgemein bekannt wurden Tätowierungen jedoch erst durch den Seefahrer Captain Cook, der diese Kunst im 18. Jahrhundert von den Polynesiern mitbrachte.
Zunächst ließen sich die Seeleute von den Einheimischen tätowieren, schauten zu und lernten; und schon bald starteten sie erste Selbstversuche, die die lange Zeit an Bord ein wenig unterhaltsamer machte.
Das weitere ergab sich von selbst. Stolz gaben die Seeleute ihr Wissen in allen Hafenstädten der Welt weiter und so entstanden in vielen Häfen erste Tattoo-Studios. Fortan sammelten die Matrosen in jedem Hafen ein neues Tattoo und so wurde das Tätowieren für lange Zeit eine Domäne der Seefahrer. Tattoos dienten den Seeleuten jedoch nicht nur als Souvenirs, so verbargen sich zum Beispiel christliche Zwecke hinter kunstvoll tätowierten Kreuzen.
Im Mittelalter sollte ein tätowiertes Kreuz eine christliche Bestattung garantieren, falls man fern der Heimat sein Leben lassen musste.
Da manch ein Gesetzesbrecher als Matrose auf einem Schiff anheuerte um der Justiz ein Schnippchen zu schlagen, wurde ein Tattoo bald zum Markenzeichen der Gesetzesbrecher und der sozialen Randgruppen. Diese Beurteilung tätowierter Menschen hat sich bei vielen bis heute (leider) nicht wesentlich verändert.
Auch in den 60er Jahren, als Tattoos erneut in Mode kamen, waren es zunächst von der Gesellschaft abgesonderte Gruppen, die sich tätowieren ließen. Tattoos waren als Protestkundgebung gedacht oder zeigten (Hippies, 70er Jahre) Weltanschauungen, die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden konnten oder wollten.
Erst als die Rolling Stones mit ihren Tattoos ein Signal setzten, wandelte sich des Blatt. Trotz der anfänglichen Ablehnung der Gesellschaft folgten viele Musiker ihrem Beispiel und bald trauten sich auch die ersten tätowierten Normalbürger, ihren Körperschuck in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
In den 80er und 90er Jahren, als ein Tattoo zu einem unumgängliches Muss in der Prominentenszene wurde, hielt der gestochene Körperschmuck endlich auch Einzug in die Büros der Angestellten, in Chefetagen und in alle Zweige der Akademiker-Berufe.
Da das Tätowiertsein durch den geschichtlichen Hintergrund mit vielen Vorurteilen belastet ist, unterliegt es der Verantwortung jedes einzelnen, sich vor dem Tätowieren darüber im Klaren zu sein, welche privaten und beruflichen Konsequenzen eine Tätowierung nach sich ziehen kann. Eine endgültige Entscheidung für ein Tattoo kann nur derjenige treffen, der in der Lage ist, auch die (möglicherweise auftretenden) Nachteile seines Körperschmuckes ein Leben lang zu akzeptieren.





